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Binnenflüchtlinge in Georgien
In Folge der bewaffneten Konflikte im Kaukasus 1992 und 2008 schätzt Amnesty die Zahl der aus ihrer Heimat Vertriebenen auf knapp 250.000 Menschen.

Georgien – ein Nachfolgestaat der ehemaligen Sowjetunion im westlichen Kaukasus. Anfang der 90er Jahre kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen, die auf dem Weg in die Unabhängigkeit von der Sowjetunion weitere Autonomiebestrebungen verfolgten. Im Nordwesten des Landes spaltete sich nach einem Krieg im Jahr 1992 die Region Abchasien ab. Schon damals mussten viele Menschen – vor allem ethnische Georgier - aus ihrer Heimat fliehen und durften bis heute noch nicht dahin zurückkehren. In einem bewaffneten Konflikt zwischen Russland und Georgien im August 2008 wurden vor allem aus der ebenfalls abtrünnigen und wie Abchasien von Russland mittlerweile anerkannten Region Südossetien tausende Menschen vertrieben.
Amnesty International schätzt, dass derzeit knapp 250.000 Menschen als Binnenflüchtlinge in Georgien leben.
Gespräch mit dem Südkaukasusexperten Tim Schröder von der deutschen Sektion von Amnesty International.

Radio Lora München

Prod.: 05.08.2010

Länge: 4:58 min

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