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Einblicke in die russische Macht |
Der russische Chef-Ideologe Wladislaw Surkow soll einen Roman über die Misere der russischen Gesellschaft geschrieben haben. Surkow gilt als der dritte Mann hinter Putin und Medwediew. Von ihm stammt der Begriff der "gelenkten Demokratie" und auf sein Konto geht die Gründung der Putinjugend "Naschi".
Der Roman erschien als Sonderausgabe des Intelligenzija-Journals „Russkij Pioner“. Der 111 Seiten umfassende Band trägt den Titel „Okolonolja“ (etwa: Gegen null). Als Autor wird ein gewisser Natan Dubowizkij genannt. Der russische Schriftsteller Viktor Jerofeew ließ aber in einem Interview die Bombe platzen: Surkow soll hinter dem Pseudonym stehen. Seitdem kommt in Russland das Feuilleton nicht zur Ruhe. Der Roman ist eine Zustandsbeschreibung der russischen Gesellschaft und der russischen Elite. Ein Mafiosi steigt in den 90ern zum Oberschurken auf. Heute ist er für die schmutzigen geschäfte eines Politikers zuständig. Im Buch geht es um alles, was in Russland heute die Probleme ausmachen: Rassismus, Korruption, Willkür und Gewalt.
Nadja Hagen sprach mit Jörg Depta , der derzeit in Kasan lebt.
Prod.: 25.02.2010 Länge: 9:16
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